Wenn radioaktives Jod – wie Jod-131 – in die Umwelt gelangt, kann es von der Schilddrüse aufgenommen werden, da diese Jod benötigt, um Schilddrüsenhormone zu produzieren. Wenn ausreichend Jod in Form von Jod-127 vorhanden ist, wird die Schilddrüse weniger radioaktives Jod aufnehmen. Dies kann dazu beitragen, das Risiko von Schilddrüsenkrebs und anderen Schilddrüsenerkrankungen zu reduzieren, die durch die Strahlung verursacht werden.
Deshalb wird in Gebieten, die von nuklearen Zwischenfällen betroffen sind oder in denen das Risiko von Strahlenbelastung besteht, oft Jod in Form von Kaliumjodidtabletten als Vorsorgemassnahme verabreicht. Diese Tabletten überfluten die Schilddrüse mit nicht-radioaktivem Jod, um die Aufnahme von radioaktivem Jod zu blockieren und die Schilddrüse vor den schädlichen Auswirkungen der Strahlung zu schützen.

